Patientenstimme Fr. Ehnes

Allergische Bronchitis beim Pferd

Frau Ehnes schreibt:



Bild von NellDie Geschichte von Fam. Dr. Janu und Nell

Wir haben eine kleine braune Araber-Partbread Stute, Nell. Selbst gezogen und heiß geliebt. Immer für ein stündchen Dressurarbeit, zum Voltigieren oder einen fetzigen Galopp durch den Wald zu haben.

Leider hatte sie als Jährling eine Lungenentzündung und ist deshalb hustenanfällig bis heuallergisch. Aber das hatten wir einigermaßen im Griff. Bis im Okt. 06 eine Hornsäule am Iinken Hinterhuf festgestellt wurde. Operative Entfernung von ca. 1/3 des Hufhorns und 6 Monate keine Belastung. Das bei diesem Pferd das so gerne arbeitet! Wir haben uns alles mögliche einfallen lassen um Nell zu beschäftigen. Trotzdem fehlte die Bewegung und auch die Möglichkeit mal durchzuatmen. Der Huf wuchs prima nach - Nell ging es immer schlechter. Trotz normaler tierärztlicher Hustentherapie gab es keine Besserung. Natürlich haben wir Heu nass gemacht, beinahe schon gewaschen. Diverse Grasprodukte in Folie verpackt ausprobiert, nichts half. Wir wollten ein Fohlen aus dieser Stute und hofften eine hormonelle Veränderung würde ihr gut tun. Also brachten wir sie zum Hengst. Dort hat sie keine deutliche Rosse gezeigt, sich aber nur einmal decken lassen.

Bild von NellAls wir sie dann wieder zu Hause hatten, ging es ihr ganz schlecht. Sie hat auf normalen Wegen kaum noch Luft bekommen und zu allem Überdruss den Mähnenkamm bis aufs Blut aufgescheuert. Als sie mich dann eines Tages nicht mehr begrüßte und auch sonst kaum noch Interesse zeigte war klar wie ernst es um sie stand.

Die Trächtigkeitsuntersuchung am 18. Tag war, wie für mich erwartet, negativ und die untersuchende Tierärztin wollte Nell wegen ihrem schlechten Allgemeinzustand in die Klinik geben. Mir war zu diesem Zeitpunkt klar, das die Schulmedizin uns nicht mehr helfen konnte.

So machten wir uns mit Nell im Hänger auf den Weg zu Dr. Janu nach Eltville. Nach ausgiebiger Diagnostik und erster Behandlung brachten wir sie nach Watzelhain in seine Klinik. Dort ließen wir sie mit bangem Herzen aber voller Hoffnung zurück.

Auf meine telefonische Nachfrage nach ein paar Tagen, hieß es Nell ginge es schon viel besser. Nach einer Woche besuchten wir sie und es war nicht zu glauben, Nell begrüßte uns lebhaft und freudig. Ein Spaziergang im hügeligem Taunus zeigte das sie viel besser atmen konnte.

Nach zwei Wochen holten wir sie nach Hause mit nur noch wenigen Medikamenten, Futterempfehlungen und dem dringenden Rat mit dem Pferd zu arbeiten. Alles haben wir beherzigt.

Jetzt im Februar 08 frisst Nell ohne Probleme TROCKENES Heu. Wir hatten viel Freude am gemeinsamen arbeiten im Sommer und Herbst. Im Winter wurde sie immer runder und ,,anders".

Sie ist doch trächtig!!!

Wenn wir jetzt weniger mit ihr tun wird sie das hoffentlich gelassener nehmen.

lch bin sicher eine ,,normale" tierärztliche Behandlung hätte Nell nicht gesund gemacht und das Fohlen wäre auf jeden Fall zu Schaden gekommen.

Unser Dank gilt Fam. Dr. Janu die, mit Ihrem speziellen Einfühlungsvermögen und Fähigkeiten, dieses Pferd und das Ende April erwartete Fohlen bei guter Gesundheit erhalten haben.

Edith Ehnes
Weinstraße 10
76829 Ranschbach
P.S. Woran sich Dr. Janu vielleicht nicht mehr erinnert, Vor ca. 8 Jahren, als ich noch im Taunus wohnte hat er eine andere Stute von mir, die an periodischer Augenentzündung litt, mit einer einzigen Behandlung davon geheilt. Sie ist im letzten Winter 19-jäihrig wegen Arthrose eingeschläfert worden. Sie hatte nie wieder einen Schub.