Patientenstimme Fr. Weber

Chronische Bronchitis bei einem Pferd

Frau Weber schreibt:

Als die Schulmedizin nicht weiter wusste oder: Trüffels Rettung

Bild von Trüffel Seit mehr als fünf Jahren kämpfen mein 27-jähriger Isländer-Mix Trüffel und ich gegen seine - wohl schon länger unentdeckt bestehende - Lungenerkrankung. Er bekam in den letzten Jahren Unmengen chemisches Hustenpulver von den zahlreich zu Rate gezogenen Tierärzten verabreicht und zusätzlich noch alle möglichen Kräuterpellets, die ich von anderen Pferdebesitzern empfohlen bekam. Sein Heu wurde in Wasser getaucht, die Haltungsbedingungen optimiert (nachts Außenbox mit Weichholzgranulat, tags Koppel) und ein Ultraschallvernebler fand sich jeden Tag eine halbe Stunde vor dem täglichen Ausritt in Gebrauch. Die Letzten drei Jahre sollte er nicht mehr Galoppieren, er könnte wegen Luftnot bewusstlos werden - wir haben uns stets an alles gehalten. Vielleicht konnten wir damit die Erkrankung etwas aufhalten, aber im August 2006 wurde er zur Lungenspülung in eine Klinik eingewiesen. Der Erfolg hielt nicht lange an, obwohl weiter Heu getaucht wurde, im Ultraschallvernebler jetzt Cortisondosen mit NaCl zum Einsatz kamen und er inzwischen die Höchstdosis an chemischen Husten-Medikamenten bekam. Durch das im Pulver enthaltene Clenbuterol war er ständig gedopt und genau so benahm er sich auch, der Umgang mit ihm war keine Freude mehr, er war völlig außer Rand und Band und nahm durch die Hyperaktivität rapide an Gewicht ab, schließlich bekam er unter dem Hufeisen noch ein Hufgeschwür und musste zu allem Übel ein paar Tage stehen bleiben. Seine immer weiter eingeschränkte Atmung wurde bei monatlich durchgeführten Bronchoskopien kontrolliert und ich immer verzweifelter (nicht zuletzt wegen der ständigen immensen Behandlungskosten). Ende Mai 2007 wurde mir nahe gelegt, ihn an die Nordsee zu bringen oder ihn eineschläfern zu Iassen, was für mich beides nicht in Frage kam. Trüffel wollte ganz offensichtlich nicht sterben und ich war tagelang auf der Suche nach dem ,,Wink des Schicksals“ als mich eine Kollegin nach Trüffel fragte, worauf ich in Tränen ausbrach und ihr berichtete.

Bild von Trüffel Sie erzählte mir daraufhin, dass sie selbst und ihr Pferd in Behandlung eines naturheikundigen, ganzheitlich therapierenden Heilpraktikers gewesen sind und sie mit dem Erfolg mehr als zufrieden sei, sie habe die Adresse von einer Freundin, in ihrem Bekanntenkreis seien bereits zwei Pferde von ihm gerettet worden! Das war Trüffel's letzte Chance. Zwei Tage und zwei Telefonate später kam er für drei Wochen zu Herrn Dr. Janu und seiner Frau in liebevolle, fachkundige Hände. Das Cortison, den Vernebler und die anderen Medikamente bekam ich gleich wieder mit nach Hause (bis dato war ich davon überzeugt, sein Leben hinge davon ab!). Sein Heu wurde - zum ersten Mal seit Jahren - nicht gewässert, er fraß es mit sichtlichem Appetit und gewöhnte sich binnen kurzem ein, wurde wieder ,,normal“ und ausgeglichen. Mehrmals am Tag wurde er mit homöopathischen Mitteln versorgt und an den Tagen, an denen ich reiten war, wurde er danach gleich wieder abgehört und sofort mit dem nötigen versorgt, bevor er wieder auf seine Koppel kam. Er, der nie viel getrunken und nur ganz ausgesucht gefressen / im Futter ,,gepickt“ hatte, begann auf einmal große Mengen zu trinken und gierig zu fressen, ja futterneidich zu werden. Er nahm gut zu und blühte zusehends auf, suchte Kontakt zu den anderen Pferden, die er anfangs völlig ignorierte. Die medizinische Versorgung unterstützte das Abhusten der schlimmen Lungenbeläge, die sich in den letzten Jahren gebildet hatten und ich gewöhnte mich rasch daran, mich über das Husten als Befreiung der Lunge und der Atemwege zu freuen, statt wie früher in Sorge zu geraten. Natürlich kann ein jahrelang geschädigtes Organ nicht von heute auf morgen gesunden, die natürliche Heilung braucht Zeit - Zeit, die wir ja nun wieder haben, er lebt ja und das ausgesprochen gerne und gut! Als ich ihn wieder nach Hause holte, fiel uns beiden der Abschied schwer. Als er zum ersten Mal nach drei Jahren wieder Galopphilfen von mir bekam, sah er sich ungläubig nach mir um und ich musste lachen. Mittlerweile versucht er mit den jüngeren Pferden zu Beginn der Galoppstrecken ein Wettrennen, was er aus Altersgründen natürlich nicht gewinnen kann, aber er WILL es wieder. Er hat sich in all den Jahren der Krankheit niemals aufgegeben, immer gekämpft, aber ohne Herrn Dr. Janu wäre er - viel zu früh - gestorben und das nur, weil die Schulmedizin mit ihrer Weisheit am Ende war!

Danke! Doris Weber

Lieber Herr Dr. Janu, liebe Frau Janu,

Trüffel und ich wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2009!

Dies ist ein Sommerbild, aber Sie wissen ja, dass er im Winter eher wie ein Bär aussieht. Im Bereich der Gurtschnallen habe ich ihm allerdings mit der Schere die Haare sehr gekürzt, damit es beim Gurten nicht mehr so ziept. Er wurde dann wieder ganz giftig und war genervt - wer bekommt schon gerne die Haare einzeln ausgerissen?! Es geht ihm Lungenmäßig sehr gut, sogar als der Nebel kam, vor dem ich mich so fürchtete, fing er nicht an zu pfeifen oder mehr zu schnaufen! Und so beschloss ich, mit dem Ozon zu warten - Elke meinte ohnehin, sie würde eher den Hängerreifen plattstechen, als den kleinen Wilden noch "wilder" zu machen, indem sie ihn zu Ihnen zum "Doping" fährt ;-) , er ist total frech und kommt auf die unmöglichsten Ideen, nichts ist vor ihm sicher! Im Moment ist es ihm viel zu warm, in der knackigen Kälte war ei allerdings so "gut drauf", dass ich ihm die Kraftfutterration um den Hafer kürzen musste, damit wir auf den schmierigen Ackerwegen nicht stürzen, weil er die wildesten Sätze aus Spaß an der Freude vollführte. Es war einfach zu gefährlich.

Zwischenzeitlich haben Helmut (Elke´s Lebensgefährte) und ich eine kleine Hütte mit Paddock, nur für Trüffel gebaut - wie Sie, liebe Frau Janu, mir so dringend geraten haben. Trüffel residiert darin wie ein kleiner König, er hällt quasi Hof und mampft seine Silage (Heulage) auch mal im Liegen -überhaupt liegt er wieder viel öfter gemütlich als vorher beim Trakenern. Ich war ganz erstaunt, als der Vorschlag zum Stallbau kam, weil Elke eigentlich gerade überlegte, sich wegen der Arbeit/Kosten von uns beiden Einstellern zu trennen - schön, dass wir bleiben konnten! Trüff bekommt nur noch Silage, hat keinen Kontakt mehr zum Heu der anderen und Hustet nun GAR NICHT MEHR!! Es ist einfach unglaublich - ich bin Ihnen unendlich dankbar!

Herzliche Grüsse, bis zum Wiedersehen sendet Ihnen Ihre Doris Weber